Leistungen
IRAS - das Fischfarm-Einsteigersystem
Die Investitionskosten für Indoor-Fishfarming im industriellen Maßstab
sind hoch. Dementsprechend hoch sind auch die Risiken des Scheiterns.
Technische Probleme entstehen meist unter Dauerbelastung und stellen
sich oft erst nach längerer Nutzung heraus. Einige Anbieter verschweigen
das.
Die meisten Fischfarminteressenten sind "Neueinsteiger", die nicht "vom
Fisch" kommen. Insofern ist es ratsam, das Thema in überschaubaren
Dimensionen und geringem Investitionsrisiko anzugehen. Fahranfänger
starten auch nicht gleich im Ferrari. Daher haben wir ein System entwickelt,
das mit dem Erfahrungsniveau seines "Fahrers" mitwächst - leistungsfähig,
preiswert, flexibel, ausbaufähig: IRAS eben.
Jedes IRAS-Becken ist eine Kreislaufanlage in sich, ausgestattet mit
optimaler Klärtechnik nach neustem Stand. Neueinsteiger benötigen nur
zwei oder drei Becken, um die Intensivfischzucht in Ruhe zu erlernen.
Die hierfür notwendigen Investitionskosten liegen in der Größenordnung
eines Mittelklassefahrzeugs. Dieses ausgeklügelte System verfügt über Alleinstellungsmerkmale, die weltweit ihres gleichen suchen.
Herkömmliche RAS-Systeme führen das Prozesswasser aller Becken
einer zentralen Klärtechnik zu. Im etwaigen Störfall wie z. B. einer
Fischkrankheit wird das gesamte System in Mitleidenschaft gezogen.
Zudem sind in RAS-Systemen Fischarten mit unterschiedlichen
Ansprüchen an ihren Lebensraum nicht gleichzeitig produzierbar.
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Anlagendesign der 1. Generation: RAS-Systeme
IRAS umgeht diese Nachteile, indem die Klär- und Aufbereitungstechnik
unmittelbar im Produktionsbecken stattfindet - somit integriert. Genau wie
bei höheren Lebewesen einzelne Organe im Körper integriert sind, befinden
sich alle Klärelemente im Aufzuchtbecken. Die IRAS-Becken - ob eckig oder
rund - sind innen ohne Verrrohrung und unzugängliche Ecken konstruiert.
Nistplätze für pathogene Organismen werden so vermieden.

Anlagendesign der neusten Generation: IRAS-Systeme
Biologische Klärtechnik und innovative Schlammaufbereitung ermöglichen
eine fast hundertprozentige Wiederaufbereitung des Prozesswassers. Bei
Anwendung der Schlammaufbereitung liegt der tägliche Frischwasserbedarf
liegt bei ca. 1 % Prozent vom Gesamtwasservolumen; ohne
Schlammaufbereitung zwischen 5 und 10 %.
Die gelösten Ausscheidungen der Fische bestehen hauptsächlich aus
Ammoniumstickstoff, die über ein stark belüftetes (aerobes) Festbett in
Nitrat umgewandelt werden. Da das "Nitrifikations"-Festbett im Becken
integriert ist, entsteht dort eine hohe Wasserströmung und ermöglicht
so eine ständige Bewegung der Fische wie in einem Gebirgsbach. Auf
diese Weise setzen die Fische Muskeln statt Fett an. Strömungsarme
Bereiche dienen als Ruhe- oder Fütterungszonen. Futterreste und
Fischexkremente sinken Schwerkraft bedingt zu Boden, wie in der Natur.
Unterhalb des Produktionsbeckens befindet sich eine sauerstoffarme
(anaerobe) Zone, in der spezielle Füllkörper Nitrat in Luftstickstoff
umwandeln ("vorgeschaltete Schwebebett-Denitrifikation"). So vermeidet
IRAS hohe Nitratanreicherungen wie sie bei RAS-Systemen üblich sind.
Der für diesen Prozess notwendige Kohlenstoff stammt aus den Futterresten
und Fischexkrementen, was eine separate und teure Kohlenstoffquelle
erspart. Ein entscheidender Vorteil wenn es um empfindliche Arten oder
ökologische Ziele geht.
Trommelfilter und Abschäumer konzentrieren ungelöste Fest- und
Schwebstoffe sowie Eiweiß- und Kohlenstoffverbindungen in einem
Bypasskreislauf zu einer "Fischgülle", die einer zentralen
Schlammaufbereitung zugeführt werden. Nach mehrstufigem
Aufbereitungsprozess wird das saubere Wasser wieder dem IRAS zur
Verfügung gestellt. Alternativ wird die wertstoffhaltige Fischgülle direkt
in einer Pflanzenkultur (Hydroponic) genutzt.
IRAS wird ausschließlich mit Luftdruck betrieben. Dieser dient gleichzeitig
zur Sauerstoffversorgung der Wasserlebewesen und Mikroorganismen
sowie zur Strömungserzeugung. So werden Energie verzehrende,
elektrische Pumpen und damit verbundene aufwendige Pumpensümpfe
überflüssig. Lediglich zur Versorgung des Abschäumers sowie
Trommelfilters werden kleine Teichpumpen mit sehr geringem
Stromverbrauch eingesetzt.
IRAS ist äußerst wartungsfreundlich: Mit wenigen Handgriffen ist der
gesamte Inhalt jeden Beckens für Inspektions- und Reinigungszwecke
herausnehmbar. An mehreren Stellen befinden sich Sedimentablässe.
Funktionen, die nicht unmittelbar mit dem Kreislauf des Produktionswassers
in Verbindung stehen wie das Luftdruck-, Heizung- oder Kühlsystem, die
Frischwasserversorgung oder die Salzwasseraufbereitung können zentral
betrieben werden. Das minimiert die Anschaffungskosten einzelner
Systeme erheblich.
IRAS besticht durch sein einfaches, übersichtliches Design in Verbindung
mit einer großen Kombinationsvielfalt. Große Sichtfenster beim
Aufzuchtbecken ermöglichen eine bequeme Kontrolle des
Produktionsablaufs. Diese herausragenden Vorteile machen das
IRAS-System zum Unikat in der modernen Fischherstellung.
Die Produktionskapazität pro Einzelsystem reicht von wenigen bis zu
hunderten Jahrestonnen. Die Systeme sind beliebig erweiterbar, so dass
jährlich mehrere hundert Tonnen Fisch in einer "Fischfarm" produziert
werden können. Zur Erzielung eines gleichmäßigen Produktionsergebnisses,
bedarf es mehrerer IRAS-Becken, die durch Zusammenfügen eine
komplette Fischfarm ergeben.
Die IRAS-Segmentbauweise mit verschraubaren Stahl- oder Kunststoffplatten
ermöglicht die Errichtung von Wasserkörpern beliebiger Größe - an jedem
Standort, weltweit. Die Montage der IRAS-Becken erfolgt von ortsansässigen Handwerksunternehmen (Sanitär-, Heizungs- und Elektrounternehmen) unter
Anleitung eines AGINTEC-Instruktors.
Die Energiekoppelung mit Biogas- oder Blockheizkraftwerksystemen
(BHKW) reduziert - über die vorerwähnten Einsparungen hinaus - die
Produktionskosten der Fischfarm zusätzlich: Durch Recycling des
anfallenden Restschlammes in einer sich anschließenden "Hydrofarm"
wird die Umwelt zusätzlich geschont. Gleichzeitig werden Algen,
Muscheln und Wasserpflanzen produziert. Aufgrund ihrer hohen
Reinigungsleistung dienen z. B. Muscheln einem weitergehenden
Abwasserrecycling. Die Algen und Wasserpflanzen können z. T. auch
als Fischfutter in der Fischfarm verwendet werden. Die Nutzung von
Überschusswärme aus Biogas oder einem Blockheizkraftwerk ist hier
besonders effektiv. Die geschlossenen Stoff- und Energiekreisläufe
von Biogas-, Fisch- und Hydrofarm generieren - neben den
Rationalisierungseffekten - auf diese Weise neue Märkte sowie
zusätzliche Einnahmequellen.
Die Klärtechnik und die Wasserqualität sind das A & O des
Indoor-Fishfarmings. Details hierzu vermitteln unsere CD in Verbindung
mit unseren Workshops, die mehrfach im Jahr stattfinden.
Zusammenfassung der IRAS-Vorteile:
Umweltfreundlich und Nachhaltigkeit
- Standort- und Klima unabhängig
- Hohes Synergiepotential (Energie- und Stoffkreisläufe)
- Schonung natürlicher Fischbestände und Wasserkörper
- Artgerechte Tierproduktion unter kontrollierten Bedingungen (optimale Wasserqualität und Sauerstoffversorgung, gleichmäßige Temperatur, artgerechte Fütterung)
- Vermeidung von Genmaterial, Antibiotika, Medikamente, Hormone usw.
- Geringer Energieverbrauch durch Nutzung natürlicher Prozesse (biologische Wasseraufbereitung)
- Geringer Wasserverbrauch durch Prozesswasser-Recycling (Frischwasserbedarf < 1 %/d)
- Vermeidung von Emissionen durch Aufbereitung bzw. Wiederverwertung des Restschlammes zur Pflanzenproduktion
Herausragende Produkteigenschaften
- Lebendfrische, regionale Fischproduktion
- Kein üblicher Montageaufwand dank Selbstmontage (IKEA-Prinzip)
- Autarke Klärtechnik und Wasseraufbereitung
- Naturnahes Klärverfahren durch vertikale Verfahrensanordnung
- Hohe Strömung im Produktionsbecken (fehlt bei normalen RAS!!)
- Vorgelagerte Denitrifikation (fehlt bei normalen RAS!!)
- Verzicht auf schadstoffanfällige, unzugängliche Rohrsysteme und Pumpensümpfe
- Wartungsfreundlichkeit durch herausnehmbare Klärelemente
- Beweglicher Sedimentabzug je nach Schlammvolumen
- Beliebig erweiterbar durch Modulbauweise
- Süß- und salzwassertauglich
- Gleichzeitige Produktion unterschiedlicher Arten
- Vollautomatischer Betrieb möglich
- Übungsanlage als Fördervoraussetzung für Neueinsteiger
Wirtschaftlichkeit
- Ganzjährige saison- und klimaunabhängige Produktion
- Hoher Flexibilitäts- und Anpassungsgrad gemäß Marktnachfrage
- Hohe Erträge durch Verarbeitung und Direktvermarktung
- Regionale Produktion ersetzt Logistikprobleme (Kühl-, Transport- und Lagerkosten)
- Geringes Investitionsrisiko durch sukzessive Anpassung an Qualifikationsniveau des Betreibers
- Interessante Finanzierungsalternativen (Fördermittel, Leasing)
- Kostenminimierung durch ausgeklügelte Energie- und Stoffkreisläufe