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Shrimpszucht-Kreislaufanlagen



IRAS-Biofloc-Biopolymer-Shrimpszuchtanlagen schonen die Umwelt,
weil wenig Strom, kaum Wasser und Salz verbraucht wird. Daher
minimieren sich auch die Kosten für Frisch- und Abwasser sowie den
Salzverbrauch bzw. dessen Entsorgung. Im Gegensatz zum teuren
RAS-Verfahren, bleibt das warme Prozesswasser ständig im System
und wird kaum ausgetauscht, was sich auch günstig auf die Heiz- und
Pumpkosten für Frisch- und Abwasser auswirkt

Der Einstieg ins Shrimpsfarming sollte zunächst phasenweise mit der
"Larven-Aufzucht-Station" (LAS) beginnen. Nach etwa zwei Monaten,
nachdem die Larven eine Länge von ca. 4 - 5 cm erreicht haben, können
sie als Setzlinge in das "Shrimps-Mast-System" (SMS) umgesetzt werden. 

Das SMS arbeitet nach dem "Biofloc-Biopolymer-Verfahren". Dieses
einzigartige Verfahren setzt beim Betreiber erhebliches biologisches
Wissen, wissenschaftlich-exaktes Arbeiten und viel "Fingerspitzengefühl"
voraus. Daher ist es unumgänglich sich gut fortzubilden, "klein" anzufangen
und sich fachlich beraten und betreuen zu lassen.




Shrimps-Larven im provisorischen System 




Shrimps-Larven im Biofloc-System unter Einsatz eines
Biopolymer-Wirbelbett-Reaktors (BWR)
zur Denitrifikation




Shrimps-Aufzucht in Homburg (2013)



Shrimps-Aufzucht mit IRAS-Biofloc-Biopolymer-Wirbelbettverfahren (2017)

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Basisinformationen

Basis eines BFT-Systems sind ausgewogene Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnisse
nach der sogenannten "Redfield-Ratio". Sie resultieren aus einer artgerechten
Fütterung, der Anwesenheit von Kohlenstoff sowie einer intensiven Belüftung, die
die "Bioflocken" in ständiger Schwebe halten.
Biofloc-Systeme ahmen das natürliche Habitat der Garnelen nach, indem Futteraufnahme und Wasserklärung simultan stattfinden. Extensive Natursysteme arbeiten weltweit nach demselben Prinzip -
jedoch ohne ausgeklügeltes IRAS-System.

IRAS-"Biofloc"-Kreislaufanlagen bestehen aus nur drei Komponenten:

1. Larven-Aufzucht-Station
2. Aufzuchtbecken (Nitrifikation)
3. Biopolymer-Wirbelbett-Reaktor (BWR - Denitrifikation)

Larven-Aufzucht-Station (LAS)

Die Erbrütung der Garneleneier erfolgt derzeit (noch) in speziellen "Hatcheries"
in den USA und Lateinamerika. Dort werden sie bis zum "Mysis"-Stadium als
"Primär-Larven" aufgezogen und als "Post-Larven" per Luftfracht versandt. 
Die aus den USA importierten "Post-Larven" werden zunächst für zwei Monate
in die LAS gesetzt. Beim LAS handelt es sich um ein handelsübliches Aquarium,
das an die Erfordernisse einer Shrimpszucht angepasst ist und vom größten
Aquaristikhersteller Europas gefertigt wird.

Aufzuchtbereich
 
Entsprechend dem Zuchtbereich der Fische, ist dies der Lebensraum für die
Garnelen. Aus Exkrementen und Futterresten entstehen "Bioflocken", die stark
belüftet und somit in Schwebe gehalten werden - analog zu Schwebebett-Füllkörpern
in der Fischzucht. S
ie bestehen aus einem heterogenen Mix strukturbildender,
filamentöser und abgestorbener Bakterien, organischen Polymeren, Algen und
Protozoen sowie weiterer Mikroorganismen. Sie
dienen den Garnelen als Futter
und gleichzeitig der biologischen Reinigung, indem sie Ammonium/Ammoniak
in Nitrat umwandeln (Nitrifikation). 

Damit die Bioflocken sich nicht am Boden als Dauersediment "niederlassen",
werden sie von einem Luftheber in der Mitte des Beckens permanent im
Aufzuchtbecken "verwirbelt". Sowohl verwirbelte als auch sedimentierte
Bioflocken dienen den Shrimps als Nahrungsquelle, ebenso die Chitinpanzer
aus der Häutung.

Biopolymer-Wirbelbett-Reaktor (BWR)

Neben der permanenten Prozesswasser-Verwirbelung im Aufzuchtbecken, gelangt
das Prozesswasser zudem in den BWR, der kohlenstoffhaltige Biopolymere enthält.
Mit der Zeit entstehen dort - unter anaeroben Bedingungen - denitrifizierende Bakterien,
die ihre Wachstumsenergie aus dem vorhandenen Nitrat beziehen ("Nitratatmung").
Hierbei werden toxische Stickstoffverbindungen in elementaren Luftstickstoff (N2)
verwandelt, der sich über den Abscheider in die Atmosphäre verflüchtigt.
(Denitrifikation).

Herausragender Nutzen des BWR-Verfahrens ist, dass nur so viel Kohlenstoff
verbraucht wird wie Stickstoff als "limitierender Faktor" im Futter vorhanden ist.
"Umkehrvergiftungen" wie sie z. B. durch herkömmliche "mobile" Kohlenstoffquellen
wie Alkohole ("Wodkafilter"), Zucker oder Melasse entstehen können, sind somit ausgeschlossen. Dieses "immobilisierte", selbstregulierende BWR-Verfahren ist
in der Aquaristik seit Jahren bekannt ("N/P-Biopellets"), wird jedoch selten genutzt,
weil die Biopolymere, die meistens aus Fernost kommen, zu teuer sind. Unsere
Biopolymere werden aber in Deutschland hergestellt.
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IRAS Standard-Systeme

Die IRAS-Standard-Systeme sind von der Anzahl der verschraubbaren
Edelstahlplatten abhängig. Die gängigen Maße der Edelstahlplatten sind
2,50 (L) x 1,25 (H) x 0,001 (t) m.

Bei einer Überlappungslänge von 10 cm pro Platte reduziert sich die
Länge auf 2,40 m, woraus sich - bei gleichbleibender Höhe von 1,25 m -
folgende Werte ergeben:

Modell S4
4 Platten = 3,06 m Durchmesser = 9,18 m³ ges.Vol. = 5,93 m³ pro.Vol.

Modell S5
5 Platten = 3,82 m Durchmesser = 14,32 m³ ges.Vol. = 9,20 m³ pro.Vol.

Modell S6
6 Platten = 4,58 m Durchmesser = 20,57 m³ ges.Vol. = 13,23 m³ pro.Vol. 

Material

Das Beckensystem der Shrimpszuchtanlage besteht aus salzwasser-
resistentem Duplex-Edelstahl (EN 1.4462). Seine herausragenden Vorteile
sind unbegrenzte Lebensdauer sowie absolute Lebensmittel-, Hygiene-
und Tiertauglichkeit. Hinzu kommt eine innovative Verbindungstechnik.
Insofern kann auch die Shrimpzucht nach dem LEGO-Prinzip installiert
werden.

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Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Proposition - USP)

- Sehr geringer Frisch- und Abwasserverbrauch;
  l
ediglich die sehr geringen Wasserverluste durch Verdunstung
  oder Handling (Sortieren, Reinigen, Verprobung usw.) müssen ersetzt werden.

- Sehr geringer Salzverbrauch, da es überwiegend im System bleibt

- Sehr geringe Futterkosten durch Wiederverwertung des ausgeschiedenen Futters
  in Form von Bioflocken (Futterquotient < 1)

- Geringe Heizlast und Pumpenergie durch konstant verweilendes Beckenwasser

- Einfache Handhabung durch selbstregulierdendes System

- Hohe Renditen durch rollierendes Mastsystem (bis 6 Ernten/Jahr)

- Hohe Betriebssicherheit durch ausgeklügelte Verfahrenstechnik

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Bioflocke


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"Biofloc"-Biologie
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Biologisches Grundwissen

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Optimales Zuchtergebnis
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